Freitag, 13. April 2007

Erika hatte einen verdeckten Mangel

Die 1999 während einer TOTAL-Charter vor der Bretagne entzwei gebrochene und dann folglich gesunkene „Erika“ müsste eine „verdeckten“ Mangel gehabt haben, so der seinerzeitige Manager für Rechtsfragen bei dem derzeitig in Paris stattfindenden Prozess gegen den Charterer. Man ist beeindruckt, denn so ist das eben mit Mängeln: Natürlich war der (höchstwahrscheinlich) verdeckt, denn sonst wäre er ja offensichtlich gewesen. Vielleicht hätte nach Ansicht des Juristen wohl an der Bruchstelle in 5 Meter großen Lettern „bricht demnächst hier“ stehen müssen. Immerhin befanden die Inspektoren von BP drei Wochen vor dem Untergang die „Erika“ als nicht eincharterungsfähig. Bei seiner Vernehmung sagte der Advokat auch, dass er es als nicht normal betrachte, dass ein Schiff in zwei Teile bricht. Eine starke Argumentation ….

Außerdem berichtet der aktuelle Tankermarkt-Report (den man bei mir kostenfrei beziehen kann):

- Im volatilen Markt für Supertanker wurden gegenüber dem Vormonat um 45% höhere Charterraten erzielt.

- 5 Jahre alte Suezmax-Tanker erzielten neue Allzeithoch-Verkaufspreise.

- Das Niveau der Charterraten stieg bei Capesize-Bulker innerhalb innerhalb eines Jahres um 220% (Spotmarkt).

Kann man es sich eigentlich leisten, nicht in die Schiffahrt zu investieren ?


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